Wie machst Du nun aus dem Branding das Design?
Indem Du 4 essenziellen Elemente jedes Webdesigns auf Dein Branding abgestimmt auswählst.
Und das sind diese 4 Elemente:
Element #1: Die Farbe.
Farben sind die absolute Basis für jedes Design. Die Farbe wird als allererstes wahrgenommen und ruft in Sekundenbruchteilen eine Emotion in uns hervor. Ausserdem ist die Farbe das wichtigste Mittel, um Aufmerksamkeit zu gewinnen (und sich abzuheben).
Element #2: Die Schriftarten.
Schriftarten sind das wohl am unterschätzteste Design Element. Wenn Du kein Designer bist, hast Du Dir wohl noch nie Gedanken um Schriftarten gemacht. Obwohl die Unterschiede sehr subtil sein können, machen diese unbewusst sehr viel aus, wie ein Design und der Text wahrgenommen wird.
Element #3: Das Bildmaterial.
Ein Bild sagt bekanntlich mehr als Tausend Worte – ein gut gewähltes Bild. Das Bild muss natürlich ausserdem auch von der Bildsprache her in das restliche Design passen. Da ein Bild den Blick am stärksten auf sich zieht, kann ein schlechtes oder unpassendes Bild das komplette Design „schlecht“ machen.
Element #4: Das gewisse Etwas.
Während Du mit den ersten 3 Elementen bereits ein schönes und stimmiges Design hinbekommst, versuchen wir mit dem „gewissen Etwas“ den Wiedererkennungseffekt zu erhöhen und dem Design den letzten persönlichen Touch zu geben.
Das könnte z.B. sein: Linien, Formen, Icons, Illustrationen, ein besonders auffälliges Bild oder Effekte/Animationen.
Vielleicht fragst Du Dich jetzt:
„Was ist mit dem Logo?“
Es hat einen guten Grund, warum wir den Design Prozess nicht mit dem Logo starten.
Falls Du Dein Logo bereits hast, dann kannst Du natürlich darauf abgestimmt die nächsten Design Elemente bestimmen.
Aber: Im Normalfall würde ich das Logo erst machen, nachdem Du Dein grundlegendes Design Konzept mit den 4 Elementen gemacht hast.
Denn (auch wenn es erst mal entgegen den Instinkt geht und alle immer zuallererst mit dem Logo starten wollen):
Es ist deutlich einfacher, zuerst die einzelnen Design Elemente passend zu Deinem Branding zu definieren und dann als Logo zu „kombinieren“, als direkt aus dem Nichts alles auf einmal im perfekten Logo zu vereinen.
Das Logo soll schlussendlich ja möglichst Dein gesamtes Branding in sich vereinen.
Nur: Zu Beginn dieses Design Prozesses weisst Du ja gar noch nicht, was Du überhaupt im Logo vereinen willst.
Darum überspringen wir das Logo, und kümmern uns erst einmal über die einzelnen Design Elemente.
Du wirst sehen, am Schluss wird das viel mehr Sinn machen.
Ein Hinweis bevor es weitergeht:
Es liegt in der Natur der Sache, dass Design etwas Kreatives und Individuelles ist.
Sprich: Die Regeln, Formeln und Vereinfachungen, die ich Dir in den folgenden Lektionen gebe, sollen Dir helfen effektiv zu einem professionellen Ergebnis zu kommen. Es sind keine unbrechbaren Gesetze.
Wenn Dich also die Muse küsst und Du eine Idee hast, welche einer der Regeln verletzt, lass Dich nicht aufhalten!
Sei einfach realistisch mit Deinen Design Fähigkeiten und Erfahrungen und nimm Dir nicht zu viel vor.
Denk einfach immer an die 2 Grundsätze: „Weniger ist mehr“ und „Done is better than perfect“.