4.5 Keyword Recherche: Für welche Suchbegriffe willst Du gefunden werden?

Du hast vielleicht schon einige Ideen, für welche Suchbegriffe Du gerne in Google gefunden werden willst.

In dieser Lektion zeige ich Dir, wie Du genau sehen kannst, wie häufig und nach was genau in Google gesucht wird (= Keyword Recherche).

Vorab aber gleich als Hinweis:

Keyword Recherche ist eine Wissenschaft (und Kunst) für sich.

Es geht schliesslich um nichts Geringeres, als Dich in den Kopf von potenziellen Kunden hineinzudenken und Dir vorzustellen, wo ihn der Schuh drückt und was er jetzt in Google eingibt.

Obwohl ich Dir also hier zumindest ein paar Grundlagen zeigen kann, hier schon einmal 2 wirklich gute Ressourcen, falls Du etwas fortgeschrittener bist und tiefer ins Thema eintauchen willst:

Legen wir los:

Head, Body und Long Tail Keywords


Bei der Keyword Recherche unterscheiden wir grob zwischen 3 Arten von Keywords:

  1. Head Keywords: Der Suchbegriff besteht aus einem einzelnen Wort (z.B. „fotografieren“).
  2. Body Keywords: Der Suchbegriff besteht aus ca. 2-3 Wörtern (z.B. „fotografieren lernen“ oder „fotografieren lernen kurs“).
  3. Long Tail Keywords: Der Suchbegriff besteht aus mindestens 3 oder mehr Wörtern und ist sehr konkret. Hier als Beispiel, wie konkret Suchbegriffe werden können (sind alles echte Suchbegriffe, die mindestens 10-100 Mal pro Monat gesucht werden):
    • „fotografieren lernen buch“
    • „fotografieren lernen für kinder“
    • „canon eos 600d fotografieren lernen“
    • „digital fotografieren lernen schritt für schritt zu perfekten fotos“


Die Anzahl Wörter ist keine exakte Wissenschaft. Es geht darum, wie konkret der Suchbegriff ist.

3 Wörter können je nachdem immer noch sehr allgemein sein („online marketing lernen“), oder aber auch sehr konkret („yoast seo plugin“).

Wichtig zu verstehen ist: Es ist meistens viel wertvoller, zuerst für Long Tail Keywords und erst später allenfalls für Body Keywords (mit Cornerstone Seiten) zu ranken. Head Keywords mit nur einem Wort kannst Du in den meisten Fällen ganz ignorieren.

Der Grund ist simpel:

Je konkreter die Suchanfrage, desto schwächer die Konkurrenz, und desto eher steckt eine tatsächliche Kaufabsicht dahinter:


Die Grafik ist vom oben erwähnten Guide von Backlinko und zeigt eben, wie kurze Head und Body Keywords sehr umkämpft sind, aber deutlich seltener zu einer „Conversion“ (also einem Kauf oder Auftrag) führen.

Lass Dich also nicht von der grossen Anzahl an Suchanfragen blenden.

Ein konkretes Beispiel:



Auch wenn „fotografieren lernen kurs“ ca. 100 mal weniger oft gesucht wird als „fotografieren“, wäre es trotzdem viel besser dafür zu ranken.

Oder nehmen wir noch einmal unsere 3 Beispiele aus der letzten Lektion: Anstatt dem allgemeinen Suchbegriff, sollten wir also lieber einen möglichst konkreten Suchbegriff wählen:

  • Fotograf: „fotograf“ -> „hochzeitsfotograf“ -> „hochzeitsfotograf bern“
  • Personal Trainer: „personal trainer“ -> „personal trainer bern“
  • Webdesigner: „webdesign“ -> „wordpress webdesign“ -> „wordpress webdesign zürich“


Als nächstes zeige ich Dir den Google Keyword Planer, mit dem Du genau sehen kannst, wonach in Google gesucht wird:

Google Keyword Planer


Den Google Keyword Planer findest Du hier: https://ads.google.com/aw/keywordplanner/home

Obwohl Du ja bereits ein Google Konto hast, musst Du trotzdem noch ein Google Ads (ehemals AdWords) Konto erstellen (der Google Keyword Planer ist ein Tool, das eigentlich nicht für SEO, sondern eben für Google Ads gedacht ist).

Klicke also einfach auf „Neues Google Ads-Konto“:



Google will Dir dann natürlich gleich dabei helfen, eine Google Ads Kampagne zu erstellen. Das wollen wir gar nicht, deshalb klicke unten auf „Einstellungen für Fortgeschrittene“:



Und dann kannst Du hier ganz unten ein „Konto ohne Kampagne erstellen“:



Noch kurz einige grundlegende Infos wie Zeitzone und Währung bestätigen:



Und dann hast Du Dein Google Ads Konto erstellt:



Jetzt kannst Du einfach noch einmal über den direkten Link den Google Keyword Planer aufrufen: https://ads.google.com/aw/keywordplanner/home

Hier kannst Du jetzt „Neue Keywords entdecken“:



Dann gibst Du einfach einmal einen Suchbegriff ein (Du kannst auch mehrere Suchbegriffe mit einem Komma getrennt eingeben) und lässt Dir die „Ergebnisse anzeigen“:



Hier siehst Du jetzt Deine eingegebenen Keywords plus eine lange Liste von ähnlichen Keywords, vorgeschlagen von Google.

Und für jedes Keyword zeigt Dir Google die „Durchschnittliche Suchanfragen pro Monat“:



Noch ein Hinweis zur Spalte „Wettbewerb“: Diese zeigt nicht wie stark die Konkurrenz für das Ranken mit SEO ist, sondern wie stark die Konkurrenz für Google Ads Anzeigen ist (wie gesagt, der Keyword Planer ist primär für Google Ads gedacht, nicht SEO).

In den Spalten weiter hinten siehst Du darum auch, wie viel Du ungefähr pro Klick bezahlen würdest, wenn Du mit eigenen Anzeigen bei diesem Keyword erscheinen willst.

Das ist auch noch einmal ein gutes Beispiel:

  • Für „hochzeitsfotos“ ist der Wettbewerb „Gering“. Warum? Weil wer danach sucht, sucht noch nach allgemeinen Infos. Vielleicht Beispielfotos zur Inspiration. Vielleicht Tipps zum selber Hochzeitsfotos zu machen. Oder welche Stile es gibt. Deshalb bieten tendenziell weniger Leute auf dieses Keyword, weil es sich schlicht nicht lohnt.
  • Für „hochzeitsfotos preise“ hingegen ist der Wettbewerb „Hoch“. Warum? Weil danach suchen tendenziell nur Leute, die tatsächlich einen Hochzeitsfotografen suchen und grundsätzlich bereit sind, Geld dafür auszugeben. Und dementsprechend bieten mehr Leute auf dieses Keyword, damit ihre Anzeigen gezeigt werden.


Auch das ist natürlich eine wichtige Lektion für Dich und Deine SEO Bemühungen:

Die Spalte „Wettbewerb“ zeigt Dir natürlich auch für die SEO-Sicht, wie wertvoll ein Suchbegriff sein kann, wenn Du dafür rankst.

Michael Brütsch

Webdesigner & WordPress Experte: Ich kreiere WordPress Websites, die Google liebt (aka Suchmaschinenoptimierung / SEO).

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